Aus dem Nichts – ein Film von Fatih Akin

In einer Straße in Hamburg mit ausschließlich türkischen Läden explodiert eine Nagelbombe vor der Tür des Steuer- und Übersetzungsbüros eines Deutsch-Kurden, Nuri Sekerci. Es gab keine Verletzten, aber zwei Menschen sind in diesem Büro gestorben – Nuri und sein kleiner Sohn. Der Sohn seiner deutschen Frau, Katja, die nun allein zurückbleibt.

Katja wird schnell klar das dies ein Verbrechen mit nationalsozialistischem Hintergrund ist. Die Polizei ist sich dabei nicht sicher. Stattdessen ermitteln diese in der Vergangenheit des Verstorbenen – der vor Jahren schon ein mal wegen Drogenbesitz in Haft saß – was sehr zum Leiden Katjas beiträgt.

Als dann doch ein junges Neonazi-Paar als Hauptverdächtige von der Polizei vernommen und vor Gericht angeklagt wird erweist es sich als schwierig gegen ein scheinbar endloses Nazi-Netzwerk anzugehen.

Diane Kruger in der Hauptrolle als Katja vermittelt nur allzu gut welches Leid Hinterbliebene von solcher Art von Anschlägen davon tragen und wie sich dieses verschlimmert, wenn Polizei und Medien es herunterspielen.

Ein ergreifender Film, der nur allzu gut die Dramatik, die bei der schweren Aufklärung von NSU-Verbrechen in der heutigen Zeit entsteht, aufgreift. Und ein Film der uns zeigt wie schwer der rechte Einfluss heute noch wirkt.

Zurecht wurde dieser Film mit dem Golden Globe in der Rubrik „bester fremdsprachiger Film“ ausgezeichnet.

(Nicole Hafner)

aus dem nichts

©Thalia.de

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