„Weil wir Flügel haben“

Bereits der Debütroman von Vanessa Diffenbaugh hat mich fasziniert.
In „Die verborgene Sprache der Blumen“ steht die 18jährige obdachlose Victoria Jones im Mittelpunkt. Vom einzigen Menschen, der ihr je etwas bedeutet hat, hat sie viel Wissenswertes über die Bedeutung von Blumen gelernt. Als sie einen Job in einem kleinen Blumenladen erhält, lernt sie diese Gabe einzusetzen.

Auch die Protagonistin des zweiten ins Deutsche übersetzten Romans der jungen amerikanischen Schriftstellerin (Jg. 1978) lebt in sozial schwierigen Verhältnissen. Die alleinstehende 33 jährige Letty hat die Betreuung ihrer Kinder Alex (15 Jahre) und Luna (6 Jahre) ganz ihrer Mutter überlassen. Als diese zurück nach Mexiko zieht, ist die junge Barkeeperin völlig überfordert – sie bringt kaum die Miete auf , hat keine Ahnung vom Kochen, die Arbeitszeiten passen nicht zur Kinderbetreuung und sie kann ihrem intelligenten fürsorglichen Sohn nicht den Besuch einer guten Schule ermöglichen.

In eindringlicher Sprache, die den Leser sehr berührt, beschreibt die kalifornische Autorin das tägliche Bemühen der unterschiedlichen Menschen – jeder mit tiefer Sehnsucht nach Stabilität und einer hoffnungsvollen Zukunft.

Das Thema „Flügel“ zieht sich auch auf der konkreten Ebene durch den Roman, denn der mexikanische Großvater ist ein Feder-Künstler. Aus sorgfältig gesammelten und verzeichneten Vogelfedern setzt er Kunstwerke zusammen.

Vanessa Diffenbaugh – Website

(Monika Frieling)

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