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Herzlich willkommen im Blog der Stadtbücherei Steinfurt.

Leider liest das Team der Bücherei nicht – wie oft vermutet – den ganzen Tag über 😉 aber abends und am Wochenende immer noch sehr gerne! Natürlich hat jede/r im Team seine Vorlieben und bevorzugte Themen.
Auf dieser Seite möchten wir Ihnen regelmäßig Bücher, Filme, Spiele etc vorstellen, die uns besonders gut gefallen haben. Auch Neuerscheinungen und Veranstaltungstipps können Sie hier finden.
Wir laden Sie ein, Blogbeiträge zu kommentieren und/oder selbst zu schreiben und damit anderen Lesern Ihre Lieblingslektüre zu empfehlen.
Viel Vergnügen !
Das Team der Stadtbücherei Steinfurt

Das Team

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Banana Yoshimoto – Lebensgeister

Bei einem schweren Autounfall kommt Yoichi ums Leben und seine Freundin Sayoko wird lebensgefährlich verletzt.

Nach dem Unglück ist Sayoko wie traumatisiert. Sie lebt in einer Zwischenwelt.

Bei einem Barbesuch entdeckt sie, dass sie sieht, was andere nicht sehen: die Geister von Verstorbenen.

Sie lernt Ataru kennen, der ebenfalls mit seiner Trauer beschäftigt ist.

Traum und Wirklichkeit fließen ineinander.

In der schönen Tempelstadt Kyoto lernt Sayoko allmählich, das Leben so zu akzeptieren, wie es ist.

Banana Yoshimoto schreibt zahlhreiche Bücher, die nicht nur in Japan hohe Auflagen erreichen.

(Dagmar Morgenstern)

©thalia.de

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Mechtild Borrmann – Trümmerkind

Im Jahrhundertwinter der Nachkriegszeit 1946/47 kämpft der junge Hanno Dietz mit seiner Familie in Hamburg,
wie so viele, ums Überleben.

Viele Monate ist es bitterkalt.

Bei seiner Suche in den Trümmern nach Verwertbarem findet Hanno eine tote Frau und etwas abseits
davon einen ca. dreijährigen Jungen. Joost, so wird der Kleine genannt, wächst in der Dietz-Familie auf ohne seine
wahre Identität zu kennen. Seine wenigen Habseligkeiten werden von Mutter Agnes sorgfältig aufbewahrt.
Eines Tages wird sie Joost die Wahrheit sagen.

Hanno hat nie über die tote Frau gesprochen, vergessen kann er sie nicht. Joost wird ein erfolgreicher Architekt.

Als er beauftragt wird Gut Anquist in der Uckermark zu restaurieren nimmt sein Leben eine
dramatische Wende.

Mechtild Borrmann lebt als freie Schriftstellerin in Bielefeld.
Jhr Roman “ Wer das Schweigen bricht“ wurde zum Bestseller und mit dem Deutschen Krimi Preis
ausgezeichnet.

„Die andere Hälfte der Hoffnung“ wurde 2015 für den Friedrich-Glauser-Preis nominiert.

(Dagmar Morgenstern)

© thalia

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Erwin Wagenhofer // We Feed the World – Essen Global

„Tag für Tag wird in Wien genau so viel Brot vernichtet wie Graz verbraucht. Auf rund 350.000 Hektar vor allem in Lateinamerika werden Sojabohnen für die europäische Viehwirtschaft angebaut, daneben hungert ein Viertel der einheimischen Bevölkerung. Jede Europäerin und jeder Europäer essen jährlich zehn Kilogramm künstlich bewässertes Treibhausgemüse aus Südspanien, wo deswegen die Wasserreserven knapp werden.“

Unsere tägliche Nahrung wird heute global produziert. Ein typischer deutscher Supermarkt führt an jedem x-beliebigen Tag Produkte aus dutzenden von Ländern. Rind aus Argentinien, Tofu aus China, Tomaten aus Spanien und Fisch aus dem Senegal. Nahrung ist dabei sehr ungleich verteilt: in Europa und den USA sind mehr Menschen übergewichtig als je zuvor, während immer noch Millionen von Menschen in den Ländern des globalen Südens hungern – und das, obwohl für jeden genug da ist.

Der Regisseur des Films, der Österreicher Erwin Wagenhofer, wollte diesen offensichtlichen Unvereinbarkeiten auf den Grund gehen und ist unserer Nahrung nach Frankreich, Spanien, Rumänien, Brasilien und Österreich nachgereist. „We Feed the World – Essen Global“ gibt in eindrucksvollen Bildern Einblick in die Produktion unserer Lebensmittel sowie erste Antworten auf die Frage, was der Hunger auf der Welt mit uns zu tun hat. Dabei verzichtet er gänzlich auf Alarmismus und lässt alle involvierten Akteure zu Wort kommen, inklusive Lebensmittelspekulanten und Konglomerate.

Der Film lässt einem seinen eigenen Konsum nochmals hinterfragen – muss es im August wirklich die Papaya aus Thailand sein? Wären Brombeeren aus der Region nicht die leckerere und klimafreundlichere Alternative? Möchte ich mit meinem Konsumverhalten Massentierhaltung unterstützen? Wie lange wird es noch Fisch geben? Fragen über Fragen, die einem durch den Kopf schießen werden, nachdem man diesen Film gesehen hat. Food for thought – im wahrsten Sinne des Wortes!

(Lorenz Blume)

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Nicholas Shakespeare – Broken Hill

„Kurz vor fünf Uhr Früh kletterte Allahs zweiköpfige Armee auf Güls Eiswagen und fuhr, gezogen von seinem rotbraunen Pferd, aus Ghantown die Rakow Street hinunter und weiter entlang der Eisenbahnlinie in Richtung Silverton, um Australien den Krieg zu erklären.“

Wie es zu diesem dramatischen Aufbruch kommt erzählt Nicholas Shakespeare in poetischen Bildern. Es ist die Geschichte von Rosalind Filwell und Gül Mehmet, zwischen denen eine zarte Zuneigung entsteht.

Rosalind ist im Begriff Oliver zu heiraten, aber sie zweifelt, als sie den Eisverkäufer Gül kennenlernt. Neugierig taucht sie in seine Welt ein, auch Gül sieht in ihr eine Vertraute, eine Freundin.

Der erste Weltkrieg hat auch Australien erreicht. Arbeitslosigkeit und die aufgeheizte Kriegsstimmung fachen den Ausländerhass an.

Gül, afghanischer Herkunft, sieht sich bald ungerechten Anfeindungen ausgesetzt. Er schließt sich mit Molla Abdullah zusammen, dem ähnliches wieder fährt. Unbemerkt radikalisieren sie sich und als der türkische Sultan zum Kampf gegen die Briten und ihre Alliierten aufruft, kommt es zur Katastrophe.

Tragisch endet die Geschichte von Rosalind und Gül am Neujahrstag 1915.

Nicholas Shakespeare lehnt seinen Roman an historische Ereignisse an. Auch Gül und Molla haben gelebt. Der Roman ist allerdings fiktiv. Ein schmaler, kleiner Roman in seiner Thematik topaktuell.

(Dagmar Morgenstern)

©amazon

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Lars Kepler – Hasenjagd

Der sechste Fall mit Joona Linna

In einem Villenviertel in Stockholm geschieht ein brutaler Mord.

Da es sich um einen hohen schwedischen Politiker handelt, hält die Polizei den Fall geheim.

Obwohl Joona Linna gerade seine Gefängnisstrafe absitzt wird er zu dem Fall hinzugezogen mit der Option auf Begnadigung.
Eine lebensgefährliche Jagd beginnt und es gibt weitere Opfer.

Die Gründe für die bizarren Morde liegen weit in der Vergangenheit.

Leider ist der Titel etwas irreführend, da es sich im Roman um Kaninchen nicht um Hasen handelt. Auch für tierliebende Krimifans ist dieses Buch nicht die geeignete Lektüre. Ansonsten ein gewohnt spannender Schwedenkrimi des Schriftstellerehepaars Alexandra Coelho Ahndoril und Alexander Ahndoril.

(Dagmar Morgenstern)

Hasenjagd

©luebbe.de

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Marco Elsberg: Blackout – Morgen ist es zu spät

„An einem kalten Februartag brechen in Europa alle Stromnetze zusammen. Der totale Blackout. Der italienische Informatiker Piero Manzano vermutet einen Hackerangriff und versucht, die Behörden zu warnen – erfolglos. Als Europol-Kommissar Bollard ihm endlich zuhört, tauchen in Manzanos Computer dubiose Emails auf, die den Verdacht auf ihn selbst lenken. Unterdessen liegt ganz Europa im Dunkeln, und der Kampf ums Überleben beginnt …“

Blackout ist eine erschreckend realistische Fiktion, welche einem erst unsere totale Abhängigkeit vom elektrischen Strom in allen Alltagssituation bewusst werden lässt. Elsberg schreibt unheimlich packend und stellt die möglichen Konsequenzen eines großflächigen Stromausfalls in Europa aus verschiedenen Perspektiven dar – und dies zudem sehr glaubhaft!

Die wissenschaftlichen Hintergründe sind gründlich recherchiert worden und gut belegt, für all die, die sich mehr Informationen zu den Themen wünschen. Konsequenterweise kürte die Zeitschrift Bild der Wissenschaft das Werk 2012 zum „spannendsten Wissensbuch des Jahres“.

Dieses Buch ist ein machtvolles Plädoyer für eine dezentrale Energieversorgung, wo erneuerbare Energie in der Region erzeugt und auch genutzt wird. Die Diversifizierung der Energieträger zur Stromerzeugung für die Grundenergieversorgung erhöht zudem die Resilienz der Strominfrastruktur in Deutschland und Europa und verringert die völlige Abhängigkeit von Erdöl- und Erdgasimporten in unserer zunehmend vernetzten Welt.

(Lorenz Blume)

©thalia.de

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Adèle Bréau – Fast perfekte Heldinnen

Mathilde, Alice, Lucie und Èva sind seit Jahren unzertrennlich und plötzlich vierzig. Die wilde Studienjahre, durchtanzte Nächte und heiße Flirts sind in weite Ferne gerückt und nach herrlichen Sommerferien in der Provence holt sie der ganz normale Alltag schnell wieder ein.

Mathilde ist mit Max verheiratet, Mutter zweier Jungen und Managerin in einem Kosmetikkonzern. Sie leidet notorisch unter Zeitmangel und ihre perfektionistische Ader erleichtert ihr nicht das Leben. Alice hofft auf eine Versöhnung mit ihrem Exmann, ist alleinerziehend und sehr engagiert in ihrem Beruf als Köchin.

Lucie hat eine große Familie, Besitzerin einer Modeboutique. Sie ist elegant und schön aber leider krankhaft eifersüchtig. Èva arbeite als Journalistin und wünscht sich sehnlichst ein Kind von ihrem Mann Vincent. Zwischen Kindern und Karriere, Liebe, Lust und Frust stemmen die vier Freundinnen ganz charmant die Hürden des Alltags.

Leichte, lockere Ferienlektüre, die Lust auf mehr macht und der Wunsch kann sofort erfüllt werden mit: Männer von fast perfekten Heldinnen

Adèle Brèau ist Journalistin, arbeitet für Frauenzeitschriften und unterhält einen Blog.

(Dagmar Morgenstern)

©amazon.de